Mittel gegen Reisekrankheit

Die Reisekrankheit (auch als Reisefieber bezeichnet) äußert sich durch verschiedene Symptome, welche aufgrund von Störungen des Gleichgewichts hervorgerufen werden. Auslöser sind meist Bewegungsreize, wie Autofahren, Flugzeug oder auch eine Schifffahrt auf hoher See. Typisch für eine Reisekrankheit sind Schwindelgefühle sowie Übelkeit und Erbrechen oder auch Kopfschmerzen und blasse Haut. Was passiert dabei im Körper und was können Sie dagegen tun?

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Die Reisekrankheit – Was hat es damit auf sich?

Die Reisekrankheit gilt als recht weit verbreitetes, aber doch ungefährliches Phänomen, welches für den Betroffenen allerdings zu einer starken Belastung werden kann. Der Fachbegriff Kinetose leitet sich dabei vom griechischen Wort für „bewegen“ (kinein) ab. Den Menschen bereitet bei der Reisekrankheit der Bewegungsreiz Probleme, dabei kann schon eine kurvige Bergstrecke oder das Schwanken eines Schiffes zu Beschwerden führen. Der Gleichgewichtssinn wird dabei durcheinandergebracht.

Eine Unterscheidung erfolgt dabei in

  • Seekrankheit: Beschwerden äußern sich auf Schiffen und Booten sowie anderen Wasserfahrzeugen
  • Landkrankheit: Beschwerden zeigen sich, sobald jemand nach einer Seereise wieder festen Boden unter den Füßen hat, weil der Körper sich auf die Schiffsbewegungen eingestellt hat (typisch bei langen Seereisen)
  • Flugkrankheit: tritt gelegentlich in Kombination mit Flugangst auf und zeigt sich während einer Flugreise
  • Raumkrankheit: tritt bei Astronauten auf und hat als Ursache die fehlende Schwerkraft im All

Warum sind einige Menschen mehr als andere von der Reisekrankheit betroffen?

Es ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, wie stark der jeweilige Reiz ausfallen muss, um Beschwerden zu verursachen. Unter den Erwachsenen sind Frauen häufiger betroffen, was vermutlich am Hormonhaushalt (vor allem während der Menstruatin und in der Schwangerschaft) zu liegen scheint. Doch auch bei Kindern kommt Übelkeit recht häufig vor.


Die Symptome der Reisekrankheit

Die Reisekrankheit zeigt sich durch bestimmte Symptome, die je nach Mensch und Situation auch unterschiedlich stark auftreten können. Wenn Sie unter Reisefieber leiden, werden Sie sich vermutlich müde fühlen und müssen oft gähnen. Hinzu gesellen sich nicht selten ein vermehrter Speichelfluss sowie leichte Kopfschmerzen.

Es können außerdem die folgenden Symptome dazu kommen:


Sind Sie von Reisekrankheit betroffen, dann werden Sie feststellen, dass Sie sich auch relativ schnell wieder erholen. Dies ist dann der Fall, wenn alle Sinneseindrücke wieder in Einklang gebracht worden sind. Nur in sehr seltenen Fällen kann die Erkrankung auch bedrohlich werden. Vor allem bei Übelkeit mit anhaltendem Erbrechen über mehrere Tage hinweg und dem damit verbundenen Wasser- und Elektrolytverlust kann es zu einer Austrocknung kommen, wenn nicht genügend Flüssigkeit zugeführt wird. Nur sehr selten kann es auch zu einem Kreislaufkollaps kommen.


Reisekrankheit – Welche Ursachen stecken dahinter?

Die Ursachen für die Entstehung von Reisefieber können sehr vielfältig sein. In der Medizin wird davon ausgegangen, dass es zu einem Konflikt zwischen unterschiedlichen Sinneseindrücken kommt.

Um sein Gleichgewicht zu halten, muss der Körper immer wieder bewusste und auch unbewusste Bewegungen koordinieren. Verschiedene Sinnesorgane sorgen dafür, dass er die genaue Lage im Raum besser einschätzen kann. Zu diesen zählt vor allem das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, welches die Drehbewegungen des Kopfes erfasst, alle vertikalen sowie horizontalen Bewegungen in einem Raum wahrnimmt und für die Weiterleitung aller Veränderungen durch so genannte Rezeptorzellen über die jeweiligen Nerven bis zum Gehirn sorgt. Von so genannten Propriorezeptoren, welche sich in Muskeln und Sehnen befinden, werden ebenfalls Signale an das Gehirn gesendet. Die Nerven des Menschen arbeiten so hervorragend, dass auch bei geschlossenen Augen eine parallele Koordination der Arme möglich ist.

Eine weitere wichtige Informationsquelle für das Gehirn sind die Augen. Sie nehmen den Raum wahr. Durch die Augen weiß das Gehirn, dass Horizont, Fußboden oder auch Tischplatten waagerecht sind, während Wände oder auch Laternenpfähle senkrecht verlaufen. Dieser visuelle Eindruck hat auf die Reisekrankheit eine entscheidende Auswirkung. Sämtliche Informationen, die das Gehirn so erhält, werden im Normalfall zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt, welches einen Sinn ergibt. Sind dies Informationen jedoch widersprüchlich, dann entsteht Reiseübelkeit. Ein erhöhtes Risiko für die Anfälligkeit dazu liegt in folgenden Fällen vor:

  • Krankheiten (z. B. Migräne)
  • Menstruation oder Schwangerschaft)
  • Angst (z. B. Angst vor den Beschwerden selbst, Flugangst)
  • Alkoholkonsum

Übelkeit auf Reisen bei Kindern hat als Ursache unter anderem das noch nicht vollständig entwickelte Gehirn, welches die Eindrücke nicht so verarbeiten kann, wie es bei einem Erwachsenen der Fall ist.


Wie wird Kinetose diagnostiziert?

Leiden Sie oder Ihr Kind auf Reisen an Übelkeit, dann lässt sich die Diagnose meist recht einfach stellen. Die Symptome sind sehr charakteristisch und treten nur in bestimmten Situationen wie bei Autofahren oder auf dem Schiff auf. Vor allem bei leichten bis mittleren Beschwerden wird nur selten ein Arzt aufgesucht, denn Betroffene können die klassischen Symptome in der Regel selbst gut einordnen.

Zeigen sich bei Ihnen allerdings schwere Symptome, sollten Sie den Weg zum Arzt nicht scheuen. Dieser wird die genauen Hintergründe abklären. Nur so kann sichergestellt werden, dass es sich tatsächlich um die Folgen einer Kinetose handelt und Sie nicht an einer Infektion oder Vergiftung leiden.


Reiseübelkeit behandeln

Schwindel sowie Übelkeit und andere leichte Symptome aufgrund einer Reisekrankheit können Sie mit wenigen Tipps auch selbst in den Griff bekommen. Reagieren Sie dabei so früh wie möglich – bestenfalls schon bei den ersten Anzeichen oder sogar im Voraus. Bei Autofahrten kann es hilfreich sein, den Blick in die Ferne auf die Straße oder auf den Horizont zu richten, um den Augen eine feste Orientierung zu geben. Lesen Sie während der Fahrt kein Buch, beschäftigen Sie sich auch nicht mit dem Handy. Dadurch können sich die Symptome verstärken.

Fühlen Sie sich bereits schlecht und besteht die Möglichkeit, sich hinzulegen, dann nutzen Sie diese. Legen Sie sich flach auf den Rücken und schließen Sie Ihre Augen. Generell lässt sich sagen, dass es durchaus sinnvoll ist, den Großteil der Reisezeit zu schlafen. Das liegt daran, dass der Gleichgewichtssinn im Schlaf fast komplett ausgeschaltet ist und visuelle Eindrücke nicht vorhanden sind.

Zudem können Sie Mittel gegen Reiseübelkeit mit folgenden Wirkstoffen einsetzen:

  • Cinnarizin
  • Dimenhydrat
  • Meclozin
  • Scopolamin

Die Wirkstoffe können Sie in Form von Tabletten, Kaugummis, Saft oder auch Pflaster anwenden. Sie sollten jedoch bedenken, dass sämtliche Wirkstoffe gegen Reiseübelkeit Müdigkeit hervorrufen und die Reaktionen verlangsamen. Aus diesem Grund sollte nach der Einnahme kein Fahrzeug mehr geführt werden. Sie stellen auch ein gutes Mittel gegen Seekrankheit dar. Es sind natürlich auch nicht alle Medikamente für Kinder geeignet, fragen Sie deshalb vor der Anwendung Ihren Arzt oder Apotheker.


Wie sieht der Krankheitsverlauf bei Reisefieber aus?

Auch wenn Sie bislang noch keine Beschwerden hatten, kann auch bei Ihnen Kinetose jederzeit auftreten. Es kann auch sein, dass sich die typischen Symptome nur phasenweise äußern und im Laufe des Lebens auch abklingen.

Kleinkinder und Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren sind für Übelkeit auf Reisen besonders anfällig, bei Säuglingen ist der Gleichgewichtssinn noch so gering ausgeprägt, das Bewegungsreize nicht als störend empfunden werden. Gegen das Schaukeln, Schwanken und Ruckeln werden Menschen ab dem Jugendalter aber unempfindlicher, ab 50 Jahre tritt die Reisekrankheit nur noch sehr selten auf.


So lässt sich Reisefieber vorbeugen

Neigen Sie zu Reiseübelkeit, dann beugen Sie am besten schon vor Reiseantritt vor. Mit den folgenden Maßnahmen können Sie die Beschwerden abschwächen oder komplett vermeiden:

  • Verzehren Sie vor Reiseantritt nur leichte und möglichst fettarme Lebensmittel.
  • Verzichten Sie auf Alkohol am Tag der Reise und einen Tag vorher. Auch Koffein sollte gestrichen oder nur in kleiner Menge getrunken werden.
  • Fahren Sie bei Reisen mit dem Auto nach Möglichkeit selbst, denn es gilt als Phänomen, dass Autofahrer nicht von Reiseübelkeit betroffen sind.
  • Bei Reisen mit Bus oder Bahn wählen Sie am besten einen Sitzplatz in Fahrtrichtung am Fenster. Im Auto ist die Beifahrerseite sinnvoll, in Bus oder Bahn sollten sie möglichst vorn sitzen oder aber in der Mitte. Bei Flügen kann es hilfreich sein, im Bereich der Tragflächen am Gang zu sitzen.
  • Nehmen Sie Medikamente gegen Reiseübelkeit etwa 30 bis 60 Minuten vor Reiseantritt ein, denn dann sind sie am wirkungsvollsten.


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